Vom Spieler mitgebrachte NSCs spielbar machen Teil 1

Jason hat einen kleinen, nervigen Bruder, eine spielsüchtige Mutter und einen extrem cholerischen Vater. Sein chaotischer bester Freund stellt ihm auf einer Party einen lustigen Mann vor, der sich im Nachhinein als blutrünstiger Vampir heraus – und Jasons Leben grundsätzlich auf den Kopf stellt. Er gerät in einen Strudel von merkwürdigen Ereignissen und obwohl Jason in der gleichen Stadt lebt, wie zuvor, wird in dem folgenden Abenteuer seine Familie und sein bester Freund nie wieder mit einem Wort erwähnt…

Manchmal passiert es, dass die vom Spieler ausgedachten und in das Spiel mitgebrachten Figuren komplett oder zu großen Teilen unter den Tisch fallen. Das kann verschiedene Gründe haben – schade ist es allemal! Vielleicht habt ihr das auch schon selbst erlebt, als Spieler oder Spielleiter?

Lasst uns mal schauen, woran das liegen könnte und wie man die Sache sinnvoll angehen kann 🙂

Was für NSCs hat der Spieler so im Gepäck seiner Spielfigur dabei?

Die Möglichkeiten für NSCs, die ein Spieler mitbringt sind vielfältig und längst nicht alle werden genutzt. Die Verknüpfung mit der Spielfigur ist zwar da, aber nicht die Verknüpfung mit dem Spiel, dabei bieten die vom Spieler mitgebrachten NSCs oft auch ein großes Potential, aus dem man reichlich schöpfen und mit denen man wirklich schöne Situationen erschaffen kann.

Prinzipiell lassen sich die vom Spieler mitgebrachten NSCs vor allem in folgende Felder in Bezug zu seiner Figur einordnen:

Familienmitglieder (Eltern, Stiefeltern, Schwestern, Brüder, Halbgeschwister, Tanten, Onkel, Großeltern, Pflegeeltern, Kinder, Adoptivkinder)

Freunde (beste Freunde, lose Freunde, früher Freunde, alte Freunde, neue Freunde)

Bekanntschaften (Arbeitskollegen, Hobbybekanntschaften, Zufallsbekanntschaften)

Geliebte (Begehrte, Affairen, Exaffairen, Beziehungspartner, Ehepartner, Exehepartner, Plus-Freundschaften, komplizierte und einfache Konstellationen)

Feindschaften und Konkurrenzen (lose und ernstzunehmende Feinde/Konkurrenten)

james und kane regenbogen ava0

Was sind die Gründe, warum die Spieler-NSCs unter den Tisch fallen:

Der Spielleiter hat vielleicht vergessen, dass es diese Figuren überhaupt gibt. Hier reicht es, ab und zu einen Blick auf die Infos zu den Figuren zu werfen oder ihn darauf aufmerksam zu machen, dass da noch mehr war.

Oder er weiß nicht, wie er die Figuren sinnvoll in die Geschichte einbringen soll? Dann sollte mit dem Spieler geklärt werden, wie wichtig ihm die einzelnen Figuren sind, was er erwartet und ob es Ansatzpunkte für interessante Entwicklungen und Verknüpfungen gibt, in die man vielleicht auch die anderen Figuren verwickeln könnte.

Manchmal liegt es aber auch daran, dass der Spielleiter nicht weiß, wie er diese Figuren spielen soll, da er sie nicht selbst erschaffen hat. Hier kann ein Vorgespräch (mit Notizen für später) extrem gute Dienste leisten. Der Spielleiter kann mit dem Spieler für jede der mitgebrachten NSC-Figuren, abseits

  • ihrer Funktion (Vater, bester Freund, verbitterter Konkurrent)
  • ihres Aussehens, ihres Hintergrunds (Hobby, Beruf)
  • und ihrer Qualität (enge/lose Beziehung, Vertrauen/Misstrauen, echt/unecht)
  • auch die wichtigsten Attribute (im Sinne von Eigenschaften, hier sind nicht die numerischen Charakterwerte gemeint) festlegen, die diese Figur ausmachen.

In Teil 2 dieser Artikelreihe gehen wir hierauf weiter ein. Ich stelle euch die Methodik näher vor und gebe euch auch ein paar Beispiele an die Hand. Bis dahin!

Dia Lane/Regenbogenbastler

 

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